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Die beliebtesten Babybetten 2018

Babybett Matratze

Im Vergleich zu Erwachsenen haben Babys ein enormes Schlafbedürfnis: Neugeborene verbringen etwa 16 bis 18 Stunden pro Tag schlafend, in den den darauf folgenden Monaten reduziert sich die Schlafzeit auf etwa 15 Stunden täglich. Wer so lange schläft, benötigt eine gute Matratze, um Fehlstellungen, Verspannungen und Schmerzen vorzubeugen. Was aber macht eine gute Babymatratze aus? Welche Matratzenarten gibt es? Und worauf sollten Sie beim Kauf einer Babymatratze achten?

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Arten von Babymatratzen

Das Angebot an Babybett Matratzen ist ähnlich umfangreich wie das Matratzen-Angebot für Erwachsene. Zur Auswahl stehen grundsätzlich vier Matratzenarten in unterschiedlichsten Ausführungen. Sie unterscheiden sich insbesondere durch ihre Materialien, die ihrerseits Faktoren wie den Härtegrad, die Elastizität oder die Durchlüftung einer Matratze beeinflussen.

Babymatratzen aus aufgeschäumten Materialien

Mit Abstand am häufigsten im Handel vertreten sind Babymatratzen aus aufgeschäumten Materialien. Neben Kaltschaummatratzen zählen dazu auch Matratzen mit einem Kern aus PU-Schaumstoff bzw. Softschaum und Gelschaum. Matratzen aus Schaumstoff verbinden ein relativ günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis mit Faktoren wie einer ausreichend hohen Luftdurchlässigkeit, guter Wärmeisolation, guter Elastizität und schadstoffarmen Materialien. In den günstigsten Varianten handelt es sich um einfach aufgebaute Schaumstoffmatratzen. Teurere Varianten sind mit Extras wie unterschiedlichen Materialschichten für besseren Liegekomfort, verschiedenen Liegezonen, Belüftungskanälen und einem Trittschutz am Rand ausgestattet. Da sie einfach zu reinigen sind und nicht aus natürlichen Materialien bestehen, eignen sich diese Babymatratzen sehr gut für Allergiker.

Babymatratzen aus Naturmaterialien

Babymatratzen aus Naturmaterialien stellen eine interessante Alternative zu Modellen aus künstlichen Schaumstoffen her – sofern ihre Inhaltsstoffe und ihr Aufbau unbedenklich sind. Zum Einsatz gelangen traditionelle Matratzen-Füllstoffe wie Schafwolle oder Rosshaar, Kokos, Hanf oder Stroh. Grundsätzlich besitzen diese Materialien unterschiedliche, durchaus positive Eigenschaften wie eine besonders natürliche Feuchtigkeits- und Wärmeregulierung. Zu beachten ist allerdings, dass Naturmaterialien pflegeintensiver und anfälliger für Milben und Schimmel sind. Darüber hinaus sollten Interessenten sehr genau auf die Inhaltsstoffe achten – insbesondere Kokosmatratzen sind in der Vergangenheit durch gesundheitsgefährdende Klebstoffe aufgefallen. Auch in Sachen Luftdurchlässigkeit können Matratzen aus Naturmaterialien nicht mit den Modellen aus Schaumstoff mithalten. Das zumindest ergab eine Studie aus dem Jahr 2006, die belegte, dass insbesondere eine Öko-Matratze mit Kautschukmilchkern und Kokosfasern Atemluft und Wärme nicht ausreichend durchlassen, was die Gefahr des plötzlichen Kindstodes erheblich erhöht.

Latexmatratzen

Latexmatratzen gelten als erste Wahl für Allergiker, eignen sich für Babys zumindest in Reinform allerdings nur bedingt. Aus einem einfachen Grund: Das feuchtigkeitsabweisende Material ist sehr dicht und behindert einen optimalen Wärme- und Gastransport. Modelle mit hoher Perforation des Materials werden zwar besser belüftet und gleichen Wärmeunterschiede besser aus, werden mit zunehmender Perforation allerdings auch deutlich weicher und stützen Babys sensible Wirbelsäule nicht mehr ausreichend. Als gute Alternative gelten Matratzen mit Latex-Bestandteilen, die vor allem die positiven Eigenschaften von Latex wie eine gute Elastizität, Hygiene und Allergikereignung vereinen.

Federkernmatratzen

Federkernmatratzen sind zumindest für Babys eher unüblich. Die mehrlagig aufgebauten Matratzen mit Stahlfedern bieten je nach Ausführung als Bonell- oder Taschenfederkernmatratze eine gute bis sehr gute Punktelastizität, die für leichte Babys allerdings weniger von Bedeutung ist. Von Vorteil ist neben dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis vor allem die gute Durchlüftung dieser Matratzen sowie ihre Stabilität und Langlebigkeit. Sie nehmen Flüssigkeiten allerdings gut auf und eignen sich aufgrund ihrer Bauart weniger gut für Allergiker.

Neu oder gebraucht?

Junge Familien müssen in relativ kurzer Zeit viele Dinge für das neue Familienmitglied anschaffen. Da liegt die Idee nahe, das Babybettchen samt Babymatratze gebraucht zu kaufen oder von Freunden bzw. Verwandten zu übernehmen. Im Hinblick auf das Bett kein Problem – die Babymatratze sollte allerdings neu sein.

Gebrauchte Babymatratzen können neben Bakterien des Vornutzers auch Schimmelpilze enthalten, die zu einer ganzen Reihe an Komplikationen wie beispielsweise Atemwegserkrankungen führen können. In mehreren Studien erwiesen ist, dass gebrauchte Babymatratzen eben aufgrund dieser Vorbesiedelung das Risiko eines plötzlichen Kindstodes erhöhen. Wer unbedingt sparen möchte oder muss, kann eine Matratzenart mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis wählen, sollte zur Sicherheit aber auf gebrauchte Matratzen verzichten – selbst dann, wenn die Matratze bisher mit Schutzbezügen (z.B. gegen Milben oder Feuchtigkeit) verwendet worden ist.

Auf die richtige Größe und Dicke achten

Grundsätzlich sind Babymatratzen in den Größen 120×60 cm, 140×70 cm sowie in verschiedenen Größen für Stubenwagen und Beistellbettchen erhältlich. Beim Kauf sollten die erforderlichen Maße bekannt sein, um lästiges Umtauschen zu vermeiden. In jedem Fall wichtig ist es, eine exakt passende Matratze auszuwählen – zu große oder zu kleine Babymatratzen stellen eine Gefahr für Babys Sicherheit dar. Während zu große Matratzen über den Lattenrost reichen und zu Stolper- und Fingerfallen werden, können zu kleine Matratzen kleine Füßchen und Händchen zwischen Matratze und Lattenrost oder Bettgestell einklemmen.

Neben der richtigen Größe ist auch eine ausreichende Höhe der Matratze wichtig – zumindest dann, wenn von Anfang ein ein Babybettchen genutzt werden soll. Zwar sind Babys von Natur aus relativ leicht und sinken nicht allzu stark in eine Matratze ein. Für einen ausreichend hohen Schlafkomfort und eine gute Unterstützung der Wirbelsäule auch in späteren Monaten sollte die Matratze allerdings schon ca. 7-10 cm dick sein. Wiegen und Beistellbettchen werden in der Regel nur wenige Monate genutzt, gute Matratzen sind hier meist 4-6 cm hoch.

Gefahrenquelle Babymatratze

Eine nicht ausreichend durchlüftete oder gebrauchte Babymatratze bringen Kinderärzte und Schlafexperten mit dem plötzlichen Kindstod in Verbindung. Nicht immer muss die Wahl einer ungeeigneten Matratze derart drastische Folgen haben – der Gesundheit zuträglich ist sie allerdings auch nicht. Eine falsche Matratze kann u.a. für die folgenden Gefahren verantwortlich sein:

  • Atemprobleme/Atemwegserkrankungen
  • Überhitzung
  • CO2 Rückatmung, verbundene mit Vergiftungserscheinungen
  • Verspannungen und Fehlstellungen sowie
  • Einschränkung der Atmung.

Als Ursache dieser Gefahren gilt hauptsächlich das falsche Matratzenmaterial. Als eher ungeeignet schätzen Experten beispielsweise Matratzen aus luftundurchlässigen Materialien wie reines Latex mit niedriger Perforation oder Matratzen aus Naturmaterialien ein, die zu dicht oder nicht ausreichend gasdurchlässig sind. Auch zu weiche Matratzen erhöhen das Gefahrenrisiko für Ihr Baby. Zum einen, weil der Körper darauf zu stark einsinken kann, was z.B. bei Bauchlage schlimmstenfalls die Atemwege blockiert. Zum anderen, weil weiche Matratzen bei Babys ersten Stehversuchen im Bett nicht besonders trittsicher sind – es kann zu Verstauchungen und schlimmstenfalls zu Quetschungen kommen.

Das sollten Sie beim Kauf beachten

BabymatratzeDiverse Tests der letzten Jahre ergaben: In allen Preislagen lassen sich gut geeignete Babymatratzen finden. Vorausgesetzt man weiß, worauf es beim Kauf ankommt. Hinsichtlich des Materials ist zu beachten, dass es ausreichend gas- und wärmedurchlässig ist, um ein gutes Schlafklima zu schaffen. Ob dabei Naturmaterialien oder Schaumstoffe zum Einsatz gelangen, ist grundsätzlich eine individuelle Entscheidung. In jedem Fall überprüfen sollten Sie jedoch die Inhaltsstoffe, insbesondere im Hinblick auf verwendete Klebstoffe, Gase und Chemikalien wie beispielsweise Anti-Pilz-Mittel. Vor allem Schaumstoffmatratzen können nach dem Kauf unangenehm riechen und sollten in jedem Fall gut ausgelüftet werden bevor sie zum Einsatz kommen.

Auch der richtige Härtegrad spielt eine wichtige Rolle beim Matratzenkauf für Babys. Grundsätzlich gilt: Babys sollten aus Sicherheitsgründen auf keinen Fall zu weich liegen, sollten es aber trotzdem bequem haben. Da Babymatratzen in der Regel keine Härteangaben besitzen, ist es an Ihnen, die Härte der Matratze beim Kauf zu überprüfen. Ein guter mittlerer Härtegrad ist daran zu erkennen, dass das Baby etwa bis zu drei Zentimeter tief einsinkt. Zudem sollte das Material ausreichend elastisch, am besten punktelastisch, sein, um unbequeme Kuhlenbildung zu vermeiden.

Viele Matratzen im mittleren und höheren Preissegment versuchen, mit Zusatzfunktionen zu punkten. Zu den sinnvollsten Extras zählt die verstärkte Trittkante: Sie schützt Arme und Beine davor, bei den ersten Steh- und Gehversuchen im Babybett zwischen Matratze und Bettgestell zu rutschen und erleichtert das eigenständige Stehen. Zumindest in den ersten Monaten als eher unnötig gelten unterschiedliche Liegezonen, da Ihr Baby aufgrund seines geringen Eigengewichts noch nicht allzu tief in die Matratze einsinken kann.

Einen großen Teil des Tages verbringen Babys schlafend auf der Matratze. Umso wichtiger ist es deshalb, auf mögliche Schadstoffe und ggf. eine Eignung für Allergiker zu achten. Auskunft geben neben unabhängigen Testberichten u.a. auch Fachberater sowie Zertifikate. In jedem Fall sinnvoll ist darüber hinaus ein abnehmbarer und waschbarer Bezug aus hautfreundlichen, atmungsaktiven Materialien wie beispielsweise Baumwolle. Im Notfall lässt sich die Matratze damit schnell und hygienisch reinigen.

Fazit: Welche Matratze ist nun die Richtige?

Eine gute Babymatratze ist grundsätzlich keine Frage des Geldes, da sich in jeder Preislage gut geeignete Produkte finden lassen. Viele Eltern greifen am liebsten zu Babymatratzen namhafter Hersteller, da sie hier ein hohes Maß an Sicherheit und Komfort für ihr Baby vermuten. Wer sich nicht auf Vermutungen verlassen mag, achtet darauf, dass die Matratze der Wahl

  • die richtige Größe und eine ausreichende Höhe besitzt
  • atmungsaktiv und gasdurchlässig ist
  • ausreichend Halt und Elastizität bietet
  • frei von Reiz- und Schadstoffen ist
  • einen abnehmbaren, waschbaren Bezug besitzt und im besten Fall
  • verstärkte Trittkanten für die ersten Stehversuche bietet.

Welche Materialien in welchen Schichtungen zum Einsatz gelangen, wie hoch die Matratze ist und ob sie über unterschiedliche Liegezonen verfügt, ist eher eine Frage des persönlichen Geschmacks. Markennamen sind nicht immer ein Garant für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Zweifelsfall helfen ein Blick in aktuelle Testberichte und eine Checkliste mit persönlichen Prioritäten bei der Auswahl weiter.